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Black Dagger: Vampirträume

von J.R. Ward

Erscheinungsdatum: Dezember 2009
Verlag: Heyne
Ausgabe: 352 Seiten, Taschenbuchformat (Teil 2)
Preis: EUR 7.95


Romantik Erotik Spannung Action Anspruch Humor Preis/Leistung
1221002

Würdiger, dicht mit Informationen angefüllter Teil mit kleinen Schwächen.

    

Nachdem Phury zugestimmt hat, anstelle von Vishous

die Rolle des Primal zu übernehmen, merkt er nun, dass er sich das alles leichter vorgestellt hat, als es tatsächlich ist. Cormia lebt nun in der Bruderschaft der Black Dagger, zurückgezogen in ihrem Zimmer und verschüchtert von den ganzen Eindrücken, die auf sie einstürmen. Phury traut sich nicht, ihr näher zu kommen und verkriecht sich in seine Hasch-Sucht und die Träume von Bella, die für ihn unerreichbar geworden ist. Immer öfter verliert er im Kampf seine Selbstbeherrschung und giert nach dem brutalen Morden. Sein labiler Zustand bleibt nicht unbemerkt.

Parallel geschehen noch einige andere Sachen: John hat seine Transition durchgestanden und beginnt, seinen neuen Körper zu akzeptieren. Zusammen mit seinen Kumpels hängt er in der Diskothek Zero-Sum ab und schwärmt von der burschikosen Sicherheitschefin Xhex. Doch seine Vergangenheit lässt ihn nicht los. Bellas Bruder und Inhaber des Zero-sum Rhevenge hat auch keine leichte Zeit. Seine wahre Existenz als Empath muss unter allen Umständen geheim bleiben und so lässt er sich sogar erpressen. Aber auch Omega bleibt nicht untätig und feilt weiter an seinem Plan, die Black Dagger Bruderschaft zu vernichten. Anscheinend hatte Omega einen Sohn gezeugt, der aber bei anderen Eltern aufgewachsen ist. Jetzt will er ihn zurückholen um ihn in sein Imperiumzu integrieren. Keiner erwartet, dass Omegas Sohn den Kriegern näher steht, als ihnen lieb ist.

Kaum war Blutlinien ausgepackt, schon hatte ich den Roman in den Händen

und die ersten Seiten in Windeseile gelesen, noch ganz benebelt von der Begeisterung über Vishous Geschichte. Doch leider kann sowohl Blutlinien als auch Vampirträume nicht den hohen Erwartungen an einen J.R. Ward Roman genügen. Zwar genießt man den lockeren, treffsicheren Schreibstil mit erfrischenden Dialogen und tollen, gefühlvollen Wendungen. Doch irgendwie scheint die Autorin - hoffentlich nur kurz - ihre Linie verloren zu haben.

Insgesamt macht die Story um Phury und Cormia nur ca. ein Viertel der beiden Teile aus. Den Rest der Seiten teilen sich die Sidestories um John, Qhuinn und Blaylock, diverse Schnitten zu Revhenge, und einiges zu den Lessern. Es gibt unzählige Szenenwechsel, sehr gemein gelegt, wie gewohnt, aber dieses Mal so willkürlich, dass laufende Handlungen bösartig abgeschnitten werden. Das hat mich teils recht geärgert und ich war versucht, vorzublättern. Klar ist das ein spannungserzeugendes Element, aber man kann es auch überstrapazieren. Man merkt, dass J. R. Ward wohl immer mehr will, immer mehr Hintergrundinfos über die Black Dagger Bruderschaft, immer mehr Endzeitstimmung im Krieg der Lesser gegen die Vampire und letztlich auch immer mehr - wie soll ich sagen - extreme sexuelle und moralische Konstellationen.

So langsam kommt es mir vor, als müssten alle "Randerscheinungen" der Gesellschaft nacheinander durchexerziert werden. Vom sexsüchtigen Rhage über den geschundenen Zsadist bis zum SM-lastigen Vishous. Und was fehlt noch: Drogen. Durch die Kürze des Romans kann dieses komplexe Thema natürlich nur marginal thematisiert werden und es kommt einem vor, als stürze Phury in einen Drogenrausch aus dem er durch Cormia ebenso schnell wieder aufwacht. Durch die ganzen Szenenwechsel und nebeneinander herlaufenden Themen kann die Liebesgeschichte zwischen Phury und Cormia gar nicht so richtig zur Geltung kommen. Es entwickelt sich keine Nähe, keine Romantik. Sex gibt es genug in diesem Buch, aber nicht so schön intensiv ausgelebt wie in den vorherigen Teilen.

Natürlich ist Black Dagger Blutlinien und Vampirträume nach wie vor ein tolles Leseerlebnis mit faszinierenden Charakteren und einer fesselnden Story. Zum Schluss gibt es auch ein unerwartetes Wiedersehen... Trotzdem gefallen mir diese beiden Bände nicht allzu gut und ich hoffe, dass die Autorin beim nächsten Teil um Revhenge wieder ein wenig zu ihrem alten Erzählmodus zurückfindet und nicht noch mehr zerstückelte Häppchen bietet.

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