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Atlantis: Die Rückkehr der Krieger

von Alyssa Day

Erscheinungsdatum: Januar 2009
Verlag: Weltbild
Ausgabe: Taschenbuch, 366 Seiten
Preis: EUR 4.95


Romantik Erotik Spannung Action Anspruch Humor Preis/Leistung
2212012

Unterhaltsamer Fantasy-Mix auf mittlerem Niveau mit starken Helden und viel Romantik.

    

Nach sieben Jahren brutaler Gefangenschaft im Kerker

der sadistischen Göttin Anubisa, die zusammen mit ihrem verstorbenen Gatten, dem Gott Chaos, das Vampirgeschlecht auf der Erde verbreitete, kehrt Conlan verletzt nach Atlantis zurück. Als er dort ankommt, muss er durch seinen langjährigen Freund, dem Priester Alaric, erfahren, dass der Dreizack des Poseidon gestohlen wurde und somit die Thronnachfolge nicht gesichert ist. Zusammen mit seinem Bruder Ven und sieben mächtigen Atlantischen Kriegern macht sich Conlan auf die Suche nach dem Dreizack.

Alaric vermutet, dass dieser sich auf dem Festland befindet. Dann auf einmal verspürt Conlan einen seltsamen intensiven Schmerz und kann nicht anders, als die Quelle zu lokalisieren. Er kommt gerade recht um Riley vor einem Angriff zu retten. Riley hatte sich nach einem tragischen Arbeitstag, der mit Gewalt und Tod endete, an den beruhigenden Strand zurückgezogen und dort in den Hinterhalt geraten. Als sie Conlan das erste mal begegnet, sind beide völlig fasziniert voneinander. Vor allem, da Riley als Empathin Conlans Gefühle empfangen kann und auch Emotionen an ihn senden kann. Von Beginn an können sie telepathisch miteinander kommunizieren und haben das Gefühl, sich schon ewig zu kennen. Conlan, der seine Gefühle nach der harten Gefangenschaft schon tot glaubte, ist erstaunt, welch heftiges Verlangen Riley in ihm entbrennen lässt. Er beschließt, sie zu beschützen und mit sich zu nehmen. Ihre Fähigkeiten könnten den Atlanter im Krieg gegen die Vampire und bei der Suche nach dem Dreizack behilflich sein. Zum anderen gibt es da noch eine Prophezeihung die besagt, dass das Erscheinen der Empathen nach über 10000 Jahren das Schicksal von Atlantis und das der gesamten Welt ändern wird. Doch Riley ist eine selbständige und widerspenstige Person und macht es Conlan oft nicht einfach. Doch inmitten der Angriffe durch Vampire und der gefährlichen Suche nach dem Dreizack kommen sich die beiden unweigerlich näher.

Obwohl meine hohen Erwartungen an dieses Buch teils enttäuscht wurden,

war es sehr unterhaltsam und flüssig zu lesen. Nachdem ich erstmal darüber hinweg war, dass die Krieger von Atlantis keine wirklichen Meereswesen sind, sondern einfach nur unter Wasser (unter einer Kuppel) lebende, menschlich aussehende Krieger, fand ich guten Zugang zu der Geschichte und den vielen Personen.

Der Schreibstil ist eine gewöhnungsbedürftige Mischung aus schnulzigen, altmodischen Teilen und moderner Alltagssprache, die partiell ziemlich derb ausfällt (Flachwichser, Arsch und diverse andere Kraftausdrücke haben mir nicht so gut gefallen). Es gibt auch einige komische Szenen, wobei das wohl manchmal unfreiwillig passiert, wenn die Autorin mal wieder allzu krude in ihrem paranormalen Mix wird. Es wird auch fröhlich alles durchgemischt, was es so gibt: Atlantis, Vampire, Götter, Gestaltwandler usw. Es scheint, als wüssten die Menschen, dass Metamorphe und Vampire unter ihnen sind und sie sitzen in den höchsten Regierungsämtern. Da wundert es mich fast, dass Riley zuerst nicht glauben kann, dass Conlan aus Atlantis ist. Die beiden Hauptcharaktere sind gut aufeinander abgestimmt und erfüllen viele Rollenklischees.

Conlan ist wunderbar dominant und besitzergreifend und sein Aussehen wird in den höchsten Tönen gelobt. Riley ist die typische weibliche Rolle mit viel Herz und kernigem Temperament. Vieles an dem Stil des Buches hat mich an Christine Feehans Karpathianer Serie erinnert. Nicht zuletzt die Sache mit der Seelenvereinigung und dem Finden eines "wahren Gefährten". Relativ früh fallen die Protagonisten übereinander her und die Sexszenen sind gut geschrieben und es prickelt ordentlich (trotz der schwülstigen Dialoge rundherum). Die Nebenhandlung mit den Vampiren und dem verlorenen Dreizack ist echt nix neues und es hat mir nicht gut gefallen, dass die Bösen so übermäßig brutal, blutrünstig und abartig dargestellt werden. Hohle Monster als Antagonisten langweilen mich. Trotzdem war das Buch recht spannend und hat einige (teils eklig-komische) Kampfszenen. Was mir gut gefallen hat, war die Vorstellung der sieben anderen atlantischen Krieger, die ja wohl prädestiniert sind, ihre eigenen Story zu bekommen.

Die Verbindung Alaric - Quinn wurde ja schon angedeutet. Ich hoffe, dass der Weltbild Verlag auch die folgenden Bände verlegt. Mit dem Preis von 4,95 liegen sie in dieser Hinsicht jedenfalls unschlagbar vor den anderen Verlagen. Wenn jetzt noch die Qualität des Covers verbessert würde, wäre ich wunschlos glücklich; leider ist das Titelbild ziemlich unscharf gedruckt.

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Atlantis

Die Rückkehr der Krieger
Die Heimkehr des Prinzen




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Armitage, 02. Februar 2012, 21:30

Nicole, Arneburg, 01. Februar 2012, 16:02