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Argeneau Vampire: Verliebt in einen Vampir

von Lynsay Sands

Erscheinungsdatum: September 2008
Verlag: Egmont-lyx
Ausgabe: 400 Seiten, Taschenbuchformat
Preis: EUR 9.95


Romantik Erotik Spannung Action Anspruch Humor Preis/Leistung
2101021

Leichte und seichte Unterhaltung für Romantikfans - blutleer.

    

Seit Jahren arbeitet Rachel in der Nachtschicht

der Klinik und untersucht ankommende Leichen. Eigentlich hasst sie ihre Arbeitszeiten, denn so ist sie vom restlichen gesellschaftlichen Leben praktisch abgeschnitten. Eines Nachts bringen die Wärter eine sehr attraktive männliche Leiche zu Rachel. Der Mann wurde angeschossen, doch Rachel muss feststellen, dass sich die Wunde schnell schließt und die Atmung wieder einsetzt. Dann geschieht alles sehr schnell, andere Männer platzen in die Szenerie herein und Rachels Geist wird gezwungen, alles zu vergessen.

Bis zu dem Tag, als Etienne erneut eingeliefert wird, und dieses Mal schon wieder Opfer des verrückt gewordenen Pudge ist. Rachel glaubt, die Leiche zu kennen, doch als sie noch überlegt, platzt Pudge herein und versucht mit einer Axt Etienne zu köpfen. Rachel wirft sich kurzerhand dazwischen und wird tödlich getroffen. So kommt es, dass Etienne sie rettet, indem er sie zur Vampirin verwandelt. Er nimmt sie mit in sein Haus und versucht, ihr das neue Leben zu erklären. Dabei merkt er, dass er sich sehr zu Rachel hingezogen fühlt. Doch er ist unsicher, denn er kann ihre Gedanken seltsamerweise nicht lesen. Nach der ersten Verwirrung und Ablehnung findet sich Rachel bald mit ihrem Schicksal ab, doch was wird aus ihr und Etienne? Können Sie der Bedrohung durch den wahnsinnigen Pudge entgehen?

Verliebt in einen Vampir ist denkbar leichte Kost.

Der Schreibstil ist locker, einfach und flüssig. Die Personen sind klar umrissen, leicht einzuschätzen und recht stereotyp. Die Dialoge plätschern oftmals so vor sich hin, manchmal etwas sinnlos. Doch im Große und Ganzen recht charmant. Schwerpunkt liegt natürlich auf der Beziehung Rachel - Etienne und der Leser hat eine ganz klassische, leichte Liebesgeschichte vor sich. Als Nebenhandlung kommt die Suche nach dem Mörder Pudge und dessen Unschädlichmachen zum Tragen.

Ähnlich wie bei C. Feehan ist die Nebenstory aber blass und vorhersehbar. Der "Böse" ist eine lächerliche und überzogen dargestellte Figur, mit der man eher Mitleid hat als sie zu fürchten. Großartig spannend ist die Geschichte nicht, man weiß von Beginn an, wie es enden wird. Der Lesespaß kommt eher von den netten Charakteren und ihren skurrilen Dialogen. Das Buch wird ja in die Kategorie Komödie geschoben, aber ich muss sagen, ich habe kein einziges Mal gelacht. Vielleicht drei Mal geschmunzelt. Viel öfter habe ich leicht irritiert das Gesicht verzogen und den Kopf geschüttelt. Die Vampire in diesem Buch sind denkbar "unvampirisch". Das einzige, was sie von den Menschen unterscheidet ist, dass sie Blut trinken müssen und nicht so lange an die Sonne können. Das erste Problem lösen sie mittels Blutkonserven. Beißen tut da keiner, das ist ja nicht rechtens. Bizarr ist auch, dass die Autorin die Vampire als ehemalige Atlantis Bewohner darstellt, die vor Tausenden von Jahren in der Nanotechnologie geforscht haben und schließlich von einem Nanovirus befallen wurden, der sich vom Blut des Wirtes ernährt. Dafür erhalten sie dann Unsterblichkeit und sonstige übersinnlichen Kräfte.

Vom Verhalten her könnten aber alle Personen der nette Nachbar in der Kleinstadt sein, denn alles ist denkbar unspektakulär. Etienne ist für einen Vampir ein ziemliches Weichei, der sich zehn Mal überlegen muss, ob er denjenigen umbringen soll, der ihn zweimal fast um die Ecke gebracht hat. Rachel ist zwar etwas mutiger, aber auch sie hat einen glasklaren Gerechtigkeitssinn und kann sich kaum zu einer kleinen Lüge durchringen. Wenn die Liebesszenen nicht sehr erotisch wären, hätte das auch ein Kinderroman werden können. Da kam auch schon das Stichwort: Liebesszenen. Die sind wirklich gelungen und schön prickelnd ohne zu direkt zu sein. Insgesamt fährt man wohl am besten, wenn man alles nicht so ernst nimmt und sich das Buch als schöne Ablenkung vom stressigen Alltag zu Gemüte führt. Kein Vergleich mit Black Dagger oder den Romanen von Lara Adrian - das ist eine ganz andere Liga.

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Argeneau Vampire

Verliebt in einen Vampir
Ein Vampir zum Vernaschen
Eine Vampirin auf Abwegen
Immer Ärger mit Vampiren

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