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Argeneau Vampire: Eine Vampirin auf Abwegen

von Lynsay Sands

Erscheinungsdatum: März 2009
Verlag: Egmont-lyx
Ausgabe: 400 Seiten, Taschenbuchformat
Preis: EUR 9.95


Romantik Erotik Spannung Action Anspruch Humor Preis/Leistung
1101020

Flache, langweilige Vampirliebesgeschichte. Spannungsarm und zäh.

    

Es ist Lissianas Geburtstag und eine große Party

steht an, zu der auch weiter entfernt lebende Verwandte der Argeneaus eingeladen wurden. Sie ist aufgeregt, denn ihre Mutter hat ihr ein ganz besonderes Geschenk angekündigt. Lissiana fragt sich, ob es wohl ein spezielles "Abendessen" sei, ein Spender guten Blutes, denn aufgrund ihrer Phobie gegen Blut kann Lissi nur "al fresco" speisen, das heißt, direkt aus der lebenden Vene eines Menschen. Diese Tatsache frustriert sie und ihre Familie, denn alle leben nur noch von Blutbeuteln und müssen nicht auf die gefährliche Jagd gehen.

Durch ihre Arbeit im Obdachlosenheim hat Lissi viele potentielle Spender, doch oftmals sind diese durch Alkohol oder Drogen gefährlich für sie. Als Lissiana daheim ankommt, kann sie es nicht erwarten und betritt ihr Zimmer. Zu ihrer Überraschung liegt dort ein Mann gefesselt auf ihrem Bett. Hungrig stürzt sich die Vampirin auf ihn und kostet einen "kleinen Schluck". Doch dann stellt sich heraus, dass ihre Mutter den Psychologen Greg nicht als Mahlzeit vorgesehen hat, sondern als wirklichen Therapeuten für Lissis Phobie. Er soll sie in kurzer Zeit heilen, dann wäre er wieder frei. Greg selbst ist sehr verwirrt, er weiß nicht, wie er in diese Situation gekommen ist und wollte eigentlich in Urlaub fahren. Doch an der attraktiven und liebenswerten Lissiana findet er vom ersten Augenblick an Gefallen. Nachdem Lissiana mehr oder weniger der Therapie zugestimmt hat, fällt ihr auf, dass sie gar nicht Gregs Gedanken lesen kann. Doch sie schiebt diese Sorge beiseite, denn der ansehnliche Mann beherrscht nach und nach ihr ganzes Denken.

Nachdem die beiden vorher erschienen Bände wenigstens

noch ein halbwegs amüsanter Zeitvertreib waren, ist "Eine Vampirin auf Abwegen" leider sehr platt und enttäuschend. Die zu Beginn präsentierte Idee der Autorin, den Mann gefesselt seiner Zukünftigen auszuliefern ist ganz lustig und prickelnd. Doch dieses Motiv wird komplett platt getreten und mehrfach wiederholt bis auch das letzte bisschen Originalität verbraucht ist.

So geht es mit allen Situationen: anfangs sind die quirligen Tratschereien der vielköpfigen Familie ganz spaßig und dass alle in sexy Babydolls rumlaufen. Doch nach dem gefühlten hundertsten Mal, dass Cousinen, Mütter, Tanten etc. reinplatzen, sinnloses Zeug reden, sich künstlich aufregen oder platte Witze reißen, hat sich beim Leser endgültig die Langeweile eingestellt. Es ist auch irgendwie völlig unglaubwürdig, dass Greg sich so völlig in sein Schicksal als Gefangener ergibt und ständig an nichts anderes denkt, als Lissiana zu vernaschen. Immerhin liegt er teilweise über 24 Stunden ausgestreckt in voller Montur auf dem Bett und wirkt aber so fröhlich wie ein Kind im Zirkus. Das ist übrigens ein treffender Ausdruck für das ganze Getue: Zirkus. Es werden seitenweise hohle Dialoge über nichts und wieder nichts geführt, z. B. warum Popcorn auch für Vampire schmackhaft ist, was für einen Möbelgeschmack Lissi und Greg haben usw. Neben all diesem Geschwafel gibt es KEINE Handlung. Die Liebesszenen, die recht schön geschrieben sind, sind das einzig lesenswerte an diesem Roman und rettet ihn vor einer Einordnung in die "Schund" Kategorie.

Bis zum Schluss ist alles komplett spannungsfrei und vorhersehbar. Alle Randpersonen, von der schulmeisterlichen Mutter Marguerite bis hin zu den nervigen Zwillingen sind reine Seitenfüller und stören auch oftmals die Protagonisten. Da sind Greg und Lissi gerade dabei, schöne Dinge zu tun und was passiert jedes Mal: irgendjemand platzt rein und macht einen tollen Kommentar. Und das soll dann für den Leser lustig sein. Überhaupt habe ich höchstens ein oder zweimal geschmunzelt bei diesem Buch. Ab der Mitte habe ich dann quergelesen, weil ich das Gebabbel nicht mehr ertragen konnte. Gegen Ende gibt es dann eine mini-Krimi-Episode, die dann aber so was von lächerlich gelöst wird, dass ich nichts mehr darüber schreiben kann - ich habe sie überblättert. Mit Abstand der schwächste Teil der Serie bisher und chronologisch eigentlich vor "Verliebt in einen Vampir" einzuordnen. Warum der Egmont-Lyx Verlag hier getauscht hat, kann ich nicht nachvollziehen.

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Argeneau Vampire

Verliebt in einen Vampir
Ein Vampir zum Vernaschen
Eine Vampirin auf Abwegen
Immer Ärger mit Vampiren

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