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...oder lieber Romantasy?

Anna Strong: Verführung der Nacht

von Jeanne C. Stein

Erscheinungsdatum: Januar 2008
Verlag: Knaur
Ausgabe: Taschenbuch, 313 Seiten
Preis: EUR 7.95


Romantik Erotik Spannung Action Anspruch Humor Preis/Leistung
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Glasklare Hochspannung in einer skrupellosen Vampirwelt. Lesen!

    

Die dreißigjährige Kopfgeldjägerin

Anna und ihr Partner David haben einen anscheinend leichten Auftrag: sie sollen den Kautionsflüchtigen Donaldson aufgreifen. Sie nehmen seine Spur auf, doch als sie ihn vor einer abgelegenen Kneipe stellen wollen, überwältigt er sie und greift sich Anna um sie zu vergewaltigen und zu töten. Doch Anna trinkt im Wahn ein wenig des Vampirblutes und als sie am nächsten Tag im Krankenhaus erwacht, merkt sie sofort, dass irgendetwas nicht stimmt. Während ihr Partner sich schreckliche Sorgen macht, überkommt Anna eine seltsame Ruhe, auch als ihre Verletzungen unnatürlich schnell heilen. Der Oberarzt entlässt sie auch nach kurzer Zeit und Anna geht verstört nach Hause. Doch sie hat nicht lange ihre Ruhe.

Bald wird sie von Dr. Avery, dem Arzt aus der Klinik aufgesucht, der ihr erzählt, dass sie nun ein Vampir ist. Er will ihr die Umwandlung erleichtern und sie aufklären, schließlich hätte sie nun eine neue Familie. Anna glaubt ihm zuerst nicht, doch als sie sieht, dass sie kein Spiegelbild mehr hat und die Blutlust aufkommt, gerät ihr Leben aus den Fugen. Avery lädt sie zu sich ein um sie weiter zu betreuen und schnell kann Anna seiner Anziehungskraft nicht mehr widerstehen. Durch einen dummen Zufall jedoch, kommt sie in Kontakt mit den Rächern, Menschen, die Vampire jagen. Jetzt weiß sie, dass jemand hinter ihr her ist. Als kurz darauf ihr geliebtes Haus abgebrannt wird und ihr Partner David entführt wird, rastet Anna aus. Sie hat alles verloren und ist nicht bereit, kampflos aufzugeben. Doch die Suche nach dem Verdächtigen ist schwerer als erwartet. Donaldson, den sie zuerst verdächtigt, wird vor ihren Augen aus einem Hinterhald getötet, nachdem er seine Unschuld beteuert hat. Nun hat Anna keine einzige Spur mehr. Bald weiß sie auch nicht mehr, ob sie Avery vertrauen kann...



Ich hatte lange

gezögert, ob ich diese Serie beginnen soll, denn es gab durchaus einige schlechte Kritiken darüber. Doch bis auf ein paar Kleinigkeiten ist der erste Teil ein absoluter Hochspannungskracher. Der Schreibstil von Jeanne Stein ist sehr direkt, kurz und realistisch. Die Story ist in der Ich-Perspektive und durchgehend in der Gegenwart geschrieben. Das macht das Ganze noch krimilastiger und nüchterner. Es geht Schlag auf Schlag, es wird sich nicht mit schönen Worten, Beschreibungen oder Liebesszenen aufgehalten. Anna Strong ist ein nervöser, temperamentvoller und für mich noch ziemlich unberechenbarer Charakter, recht unweiblich aber sehr unterhaltsam. Schwerpunkt liegt deutlich auf dem Thrillerinhalt, alles strikt aus der Perspektive von Anna. Dabei kommt es zu gewaltsamen und blutigen Szenen. Ein wenig erinnert mich das Buch an die Blutsbande Serie von Jennifer Armintrout. Jeanne Stein interpretiert ihre Vampire allerdings ein wenig anders. Hervorstechendster Unterschied ist die Tatsache, dass Anna Strong und alle anderen Vampire überhaupt keine Probleme mit Sonnenlicht haben. Das finde ich persönlich keine gute Variante.
Das nimmt dem ganzen Vampirischen an Dunkelheit, Verschlagenheit und Mystik. Überhaupt haben sich Vampire hier gut in die Gesellschaft eingegliedert und bis auf die Tatsache, dass sie nicht viel von den Menschen halten, kann man sie kaum erkennen. Durch die Straffheit der Erzählweise, kommt die Verwandlung von Anna auch ziemlich hoppla-di-hopp daher. Da hat sie innerhalb von 24 Stunden ihr gesamtes Leben verloren und es wird nicht lang rumgejammert sondern sich gleich in einen hochgefährlichen Kriminalfall gestürzt, ohne genau die eigenen, neuen Kräfte zu kennen. Das verzeihe ich der Autorin aber angesichts des Tempos und der Spannung, die dadurch umso mehr voran getrieben werden können.

Ich finde es immer sehr gut, wenn man bis zum Schluss nicht weiß, wer tatsächlich hinter gewissen verdächtigen Personen steckt und wenn es unverhoffte Überraschungen gibt. Und die findet man hier zur Genüge und jeder Thriller-Fan kommt voll auf seine Kosten. Man mag den Stil zwar als etwas herzlos und unromantisch bezeichnen, aber das war glaube ich gar nicht Absicht der Autorin, einen Liebesroman zu produzieren. Also nicht vom Titel verwirren lassen.

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Anna Strong

Verführung der Nacht
Lockruf des Blutes
Dunkle Küsse
Der Kuss der Vampirin
Blutrotes Verlangen
Gesetz der Nacht




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