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...oder lieber Romantasy?

Anna Strong: Gesetz der Nacht

von Jeanne C. Stein

Erscheinungsdatum: August 2011
Verlag: Knaur
Ausgabe: Taschenbuch, 368 Seiten
Preis: EUR 8.99


Romantik Erotik Spannung Action Anspruch Humor Preis/Leistung
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Mächtige Heldin, abenteuerliche Fortsetzung.

    

Solangsam ist es

an der Zeit für die Vampirin Anna Strong, die Hintergründe ihrer Bestimmung als "Die Eine" kennen zu lernen. Durch ihr neues Talent, das Böse zu fühlen, verwirrt und gleichzeitig mächtiger als zuvor, muss sie erkennen, dass ihr alter Freund und früherer Mentor Williams geschickt die Fäden gezogen hat, um Anna zu lenken. Er wollte immer, dass sie am Jahrestag ihrer Verwandlung endlich ihre Bestimmung als die "Eine" anerkennt. Doch Anna wehrt sich gegen dieses Schicksal und will ihr Leben zusammen mit ihrem Freund Lance weiterleben. Als sie sich in sein Domizil zurückziehen, gerät Anna an den uralten, mächtigen Vampir Julien Underwood, Lances Schöpfer. Es scheint, als hätte dieser eigene Pläne mit Anna.



Jetzt wird es

ernst, was mit Verführung der Nacht und Lockruf des Blutes wie ein Vampirthriller im FBI-Format anmutete, wird immer mehr zum brutalen Fantasy-Roman. In Gesetz der Nacht bekommt der Leser enthüllt, dass Anna viel mehr ist als nur eine einfache Vampirin, dass vielmehr das Schicksal der gesamten Menschheit (!) in ihren Händen liegt. Auf einmal kann sie das Böse in den Menschen und anderen Wesen spüren und entdeckt auch immer weitere mächtige Kräfte in sich. Dennoch wehrt sie sich mit all ihrer eigensinnigen Sturheit gegen das Schicksal und die schier unumgängliche Bestimmung.
Alle um sie herum scheinen sie dahingehend zu manipulieren, zu verwirren und auszunutzen. Das Umfeld um Anna wird extrem hart und feindlich und ich fand es stellenweise sehr erschöpfend und ernüchternd zu lesen, wie sie immer und immer wieder enttäuscht wird und auch selbst alle und alles zurückstößt. Ich will nicht zu sehr vorgreifen, aber was mit der Beziehung zwischen ihr und Lance passiert, hat mir überhaupt nicht gefallen. Je mehr Erfahrungen Anna sammelt, desto härter und kälter wird sie meiner Ansicht nach und durch ihre außergewöhnlichen Kräfte hebt sie sich immer mehr von allen anderen ab.

Die Ereignisse in Gesetz der Nacht überschlagen sich, Anna wird hin- und hergerissen, entführt, betrogen, benutzt und muss schwerwiegende Entscheidungen treffen. Der Ernst der Sache ist über allem vorherrschend und die Grundstimmung ist gehetzt und pessimistisch. Natürlich ist auch dieses Abenteuer von Anna und Co. super spannend, gut durchdacht und nicht vorhersehbar. Die Nebenfiguren haben große Darstellungskraft und überzeugen wirklich. Nicht zufrieden bin ich jedoch mit der Richtung, in der Jeanne Stein ihre Heldin Anna schickt. Fast der gesamte zweite Teil des Buches handelt von Annas neuer Rolle als "Die EINE" und was diese Bürde beinhaltet. Verstrickte hierarchische Feindseligkeiten und die globale Wichtigkeit, die auf einmal alles hat, liegen schwer auf der Anfangs doch recht banalen FBI-Story. Und ich frage mich: was soll nun aus Anna werden? Wie wird die Geschichte enden? Wird sie sich als Vampirmeisterin auf den Thron über die gesamte Welt schwingen? Ich schwanke zwischen ungläubiger Belustigung und kritischem Misstrauen...kann die kühle, leistungsorienterte Anna das darstellen?

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Anna Strong

Verführung der Nacht
Lockruf des Blutes
Dunkle Küsse
Der Kuss der Vampirin
Blutrotes Verlangen
Gesetz der Nacht




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