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Anita Blake Herrscher der Finsternis

von Laurell K. Hamilton

Erscheinungsdatum: Mai 2010
Verlag: Luebbe
Ausgabe: 399 Seiten, Taschenbuchformat
Preis: EUR 9,99
ISBN: 978-3-404-16442-4


Romantik Erotik Spannung Action Anspruch Humor Preis/Leistung
*** *** ***

Ultrabrutaler, harter und spannender Thriller mit einer unbarmherzigen Anita.

Anita und Edward

sind immer noch auf der Suche nach dem Serienmörder, der in Edwards Heimatstadt grausame, verstümmelnde Morde begeht. Es scheint, als führe die neueste Spur zu dem mächtigen Nekromanten Nicky Baco, der durch das hiesige Werwolfrudel geschützt wird. Als Anita und Bernardo in seinem Unterschlupf aufkreuzen, weht ihnen eisige Feindschaft entgegen, zusammen mit einigen blutrünstigen, schlagkräftigen Werwölfen, die sich durch Anitas Anwesenheit bedroht fühlen. Baco beteuert, nichts mit den Morden zu tun zu haben, und Anita kann sich kurzfristig vorstellen, seine Hilfe bei der Suche nach dem wahren Täter in Anspruch zu nehmen. Dann passiert etwas Schreckliches: die ins Krankenhaus eingelieferten Opfer, die sich in unaussprechlich verstümmeltem Zustand befinden erwachen wie ferngesteuert zum Leben und töten wahllos Unschuldige. Als Anita zum Tatort kommt, bietet sich ihr ein Bild des Grauens und im anschließenden Kampf wird sie schwer verletzt. So langsam wird auch Edward klar, dass bei diesem Fall alle, auch die Härtesten, ihr Leben lassen könnten.

Herrscher der Finsternis

knüpft nahtlos an das Geschehen in Göttin der Dunkelheit an, welches im ersten Teil willkürlich abgeschnitten wurde. Man sollte also mit der Lektüre warten, bis beide Bücher einträchtig im Regal stehen. Trotzdem glaubt man fast, dass hier zwei komplett unterschiedliche Bände vorliegen, denn in Herrscher der Finsternis schlägt Laurell K. Hamilton einen ungleich härteren Ton an als vorher. Nach dem etwas in die Länge gezogenen Geplänkel und der Ermittlerei kommt es hier Schlag auf Schlag und das mit ungehemmter und expliziter Brutalität. Ganz ehrlich, ich würde dem Buch FSK 16 geben und es auf das Titelbild drucken. Anita und Edward werden immer tiefer in diese unfassbar grausamen Mordfälle verwickelt und geraten selbst unweigerlich in eine Gewaltspirale. Anitas Monologe häufen sich: bin ich wirklich eine gefühllose Tötungsmaschine? Bin ich so eiskalt wie Edward? Kann Edward überhaupt seine "Familie" lieben? Doch das Hinterfragen der Gewalt bleibt im Hintergrund, vorranig wird sie ausgelebt und das in allen ekelhaften Facetten. Besonders das letzte Drittel ist wahrhaft nichts für schwache Nerven und wer nicht lesen will, wie Kinder gefoltert, verstümmelt und sexuell misshandelt werden, sollte die Finger davon lassen. Blut, Blut ist überall und allgegenwärtig, es spritzt, man rutscht auf dessen Lachen aus und wird davon bis zur Unkenntlichkeit verschmiert. Und mittendrin eine Anita, die sich nahezu nur auf Waffengewalt verlassen kann, vieles ihrer feinsinnigen Raffiniertheit ist in unmittelbarer Brutalität untergegangen. Sicher, sie ist immer noch schlagfertig, doch auf eine seltsam obszöne Art und Weise, die ich nicht so an ihr mag.

Abgesehen von der schockierenden Gewalt, die einem während des Lesens immer wieder eiskalte Gänsehaut verursacht, mag man sich fragen, wie um alles in der Welt ein Mensch so viel Grausamkeit ertragen kann ohne verrückt zu werden. Die Autorin versucht mit allen Mitteln, Anita menschlich zu halten, doch oft ist sie ganz weit weg davon. Wie eine roboterartige, hübsche Puppe zieht sie ihren Auftrag durch und lässt sich scheinbar durch nichts erweichen. Ihre Moralität tut da nichts zur Sache und auch die Anziehungskraft der Männer auf sie nicht. Die anfangs erfrischende Anita ist abgegriffen, substanzlos geworden. Hoffentlich geht sie wieder zurück zu Richard und Jean-Claude und findet ihr altes Format wieder, ihre entwaffnende Individualität, ihre unbestechliche Gradlinigkeit, und ganz wichtig: ihre Weiblichkeit. Und bitte ganz ohne gefühllosen Sex mit abgedrifteten Monstern, Anita hat ein wenig Menschlichkeit nötig, bitte.

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Anita Blake Serie

Bittersüße Tode
Blutroter Mond
Zirkus der Verdammten
Gierige Schatten
Bleiche Stille
Tanz der Toten
Dunkle Glut
Ruf des Blutes
Göttin der Dunkelheit
Herrscher der Finsternis
Jägerin des Zwielichts
Nacht der Schatten

Ab Göttin der Dunkelheit splittet der Verlag ein Original in zwei deutsche Teile auf - in bester Geldmach-Manier.




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