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Anita Blake: Finsteres Verlangen

von Laurell K. Hamilton

Erscheinungsdatum: Juni 2012
Verlag: Bastei Lübbe
Ausgabe: 672 Seiten, Taschenbuchformat
Preis: EUR 9.99


Romantik Erotik Spannung Action Anspruch Humor Preis/Leistung
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Nutzlos, seelenlos.

    

Anita muss mal wieder an allen Fronten kämpfen:

die Vampirmeisterin La Belle Morte schickt eine grausame Abgesandte in die Stadt, es gibt einen Serienmörder und zu alledem macht Anita immer noch die Ardeur zu schaffen.
Ihre Beziehung zu Jean-Claude ist stabil, dennoch unterhält Anita sexuelle Kontakte zu Anderen, da sie sonst die Ardeur nicht unter Kontrolle bekommen kann. Das Auftauchen der Abgesandten Musette bringt alles durcheinander, denn sie fordert Asher als ihr Eigentum. Anita kann ihn nur beschützen, wenn er ihr Liebhaber wird...

Im Grunde genommen ist dieser Roman ziemlicher Schrott.

Zusammengefasst würde ich ihn als eine übelst in die Länge gezogene Aneinanderreihung von sexuellen Nichtigkeiten und hochgestochenem Palaver bezeichnen. Es ist tatsächlich nur die wehmütig-schöne Erinnerung an die frühere Anita und der einigermaßen erträgliche Schreibstil der Autorin, die es hier vor dem totalen Verriss retten.

Ich hatte große Schwierigkeiten, das Buch überhaupt zu beenden und habe bereits nach wenigen Seiten begonnen, Passagen zu überfliegen. Leider komme ich mit der wahllos sexuell aktiven Anita überhaupt nicht zurecht, ich finde das Motiv der Ardeur abschreckend und vor allem ganz schlecht in die Story eingepasst. Durch diesen Aspekt wird jeder klitzekleine Ansatz einer "normalen" Handlung zersplittert und ad absurdum geführt. Die nichtssagende Episode um den Serienmörder hätte man sich getrost sparen können, da war überhaupt keine Spannung, keine Überraschung...nichts außer ein paar ekligen Details.

Mittlerweile werden mir bedauerlicherweise auch liebgewonnene Charaktere wie der zynische, depressive Richard und der charmante, altmodische Jean-Claude unsympathisch, was vor allem an der Instrumentalisierung dieser Figuren liegt. Laurell Hamilton benutzt sie alle nur noch, um für Anita noch mehr Bettszenen zu kreieren, und was einstmals noch eine prickelnde Dreiecksgeschichte war, verkommt jetzt zu einer sexlastigen Farce, in der Anita scheinbar auch keine Wahl hat - durch die Ardeur will sie einfach jeden f.....

Seitenweise gähnende Langeweile entsteht zudem durch politisches, überkompliziertes Gerede zwischen Musette, Anita und Konsorten. Gefühlte Ewigkeiten wird diskutiert, was wäre wenn die Konstellation so und so wäre...blabla... Nichts mehr übrig von der anpackenden, wortkargen Anita, die weiß was sie will. Eigentlich ist Finsteres Verlange schon ziemlich von dem Genre Urban Fantasy entfernt, es ist vielmehr eine brutalisierte Erotic Fantasy mit für mich großen Enttäuschungen.

Die beiden folgenden Bände stehen bei mir schon im Regal, aber es wird wohl noch einige Zeit dauern, bis ich mich da herantraue.

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Anita Blake

Bittersüße Tode
Blutroter Mond
Zirkus der Verdammten
Gierige Schatten
Bleiche Stille
Tanz der Toten
Dunkle Glut
Ruf des Blutes
Göttin der Dunkelheit
Herrscher der Finsternis
Jägerin des Zwielichts
Nacht der Schatten
Finsteres Verlangen
Schwarze Träume
Blinder Hunger




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