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Spiel der Wölfe

von Patricia Briggs

Erscheinungsdatum: Oktober 2010
Verlag: Heyne
Ausgabe: Taschenbuch, 490 Seiten
Preis: EUR 8,95
ISBN: 9783453526792


Romantik Erotik Spannung Action Anspruch Humor Preis/Leistung
** * ** ** ** ***

Tolle, ausgewogenene Fortsetzung mit einem fantastischen Liebespaar.

Ein großer Umbruch

steht für alle Werwölfe der Welt bevor: der Marrok hat entschieden, dass ihre Existenz endlich offiziell gemacht werden soll, damit alle Menschen von den Werwölfen erfahren. Auf einer großen Konferenz in Seattle, zu der alle Alphas sämtlicher Rudel der Welt geladen sind, soll diese Entscheidung verkündet und auf Probleme eingegangen werden. Bran, der Marrok entscheidet, dass sein Sohn Charles zusammen mit seiner Gefährtin Anna ihn dort vertreten sollen. Also reisen die beiden nach Seattle. Sie sind trotz der starken Gefährtenbindung noch manchmal unsicher miteinander, sind sie doch erst seit wenigen Monaten ein Paar. Für Anna ist die Ansammlung der Alphas eine Belastung, es erinnert sie an ihre schlimme Vergangenheit. Doch mit Charles zusammen meistert sie die konfliktträchtigen Gespräche ganz gut und es hilft, dass sie eine Vertreterin des Grauen Volkes als Schlichterin eingesetzt haben. Doch dann wird Anna völlig unerwartet von einer Gruppe Vampire angegriffen und ihre Freunde schwer verletzt. Ab sofort sind alle in Alarmbereitschaft und auf der Suche nach den Drahtziehern der Angriffe geraten Charles und Anna selbst in Lebensgefahr.

Spiel der Wölfe

ist ein absolut solider, erzähltechnisch perfekt ausgereifter Werwolfkrimi, der von seinen brillanten Hauptcharaktern lebt. Ich habe dieses Buch von der ersten bis zur letzten Seite als flüssig, stimmig und spannend empfunden. Charles und Anna sind zwei liebenswerte Charaktere, die wundervoll interagieren, ihre kleinen Probleme haben, aber doch immer wieder zusammen finden. Keine andere Autorin (außer vielleicht noch Lori Handeland) kann so mitreißend und individuell über Werwölfe und ihre ganz speziellen Eigenarten schreiben. Es ist sicher nicht leicht, eine menschlich aussehende Figur tierisch handeln zu lassen. Aber Charles und Anna und alle anderen Werwölfe sind deutlich "nicht-menschlich", sie verlassen sich auf ihre Instinkte, sie haben ungezügelte Aggressionen, Beschützerinstinkt etc. Gestik, Mimik, Geruch, alles spielt eine Rolle. Es ist sehr interessant, all die kleinen Details zu erfahren, die sich Patricia Briggs da ausgedacht hat und sie machen die Geschichte farbig und lebensecht.

Ansonsten handelt es sich hier um einen gut aufgemachten, spannenden Krimi, der mit undurchsichtiger Handlung und einem überraschenden Ende aufwarten kann. Sämtliche Nebenpersonen sind glaubwürdig und auf ihre ganz eigene Art wertvoll, auch wenn ich mich natürlich am liebsten auf Anna und Charles konzentriert habe. Ihre Beziehung ist etwas ganz Besonderes, voller Magie und Natürlichkeit. Es ist immer reizvoll, wenn das Alphamännchen zu allen anderen ein beherrschtes, dominantes Verhalten an den Tag legt und nur bei seiner Gefährtin gefühlvoll werden kann und will. Als Leserin, die sich mit der weiblichen Hauptfigur identifiziert, kann man sich dann so schön beschützt und besonders fühlen.... Wenn man den dialoglastigen, bodenständigen Schreibstil der Autorin mag, vielleicht auch Fan ist von Kelley Armstrong und Kim Harrison, dann bietet Spiel der Wölfe beste Unterhaltung auf hohem Niveau. Es gibt aber keine schillernden, ultramaskulinen Helden wie in Black Dagger, kein hochstilisiertes Drama und wenige, recht zurückhaltende Liebesszenen. Es ist eher eine unterschwellige Erotik und die Sprache der Figuren ist auch eher gehoben ohne Slang oder Schimpfworte.

Trotzdem, oder vielleicht genau deswegen, empfinde ich das Buch aber zu keiner Zeit als oberflächlich, eine Geschichte kann auch Tiefgang haben ohne an die absoluten emotionalen Grenzen zu gehen. Ich jedenfalls möchte mehr von Charles und Anna lesen, all ihre alltäglichen Details, wie sie sich näher kommen und ihre Probleme bewältigen. Dies ist übrigens einer der seltenen Fälle, in dem mir die Fortsetzung besser gefällt als der erste Teil.

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