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ACRO: Geliebte des Sturms

von Sydney Croft

Erscheinungsdatum: November 2010
Verlag: Heyne
Ausgabe: Taschenbuch 400 Seiten
Preis: EUR 8.99


Romantik Erotik Spannung Action Anspruch Humor Preis/Leistung
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Platte Erotik ohne viel Substanz - schade, ich hätte mehr erwartet.

    

Eigentlich hat die Parameteorologin Haley

überhaupt keine Lust auf ihren neuen Auftrag, im Namen der ACRO Agentur einen gewissen Remy Begnaud zu rekrutieren. Tief im abgeschiedenen Bayou von New Orleans soll sie den ehemaligen SEAL Soldaten treffen, der über das Wetter herrschen soll. Angeblich kann er gewaltige Stürme anziehen oder gar entfesseln. Aber es ist vor allem in Haleys Herz, wo ein Sturm losbricht als sie den attraktiven Remy zum ersten Mal sieht. Mitten in einer stürmischen Nacht, begegnet sie ihm als all seine körperlichen Fähigkeiten und sexuellen Begierden voll entfesselt sind. Und entgegen all ihrer Vorsätze kann Haley diesem mysteriösen Mann keine Sekunde widerstehen. Bald weiß sie nicht mehr genau, ob sie Verführung als Mittel zur Überzeugung einsetzt oder um ihr eigenes Verlangen zu stillen.

Ein interessanter Klappentextund ein schön aufgemachtes Cover

haben mich zum Kauf verführt und es gab auch durchaus einige positive Kritiken. Leider trifft Geliebte des Sturms so gar nicht meinen Geschmack. Vorweg: ich lese gern Erotische Romane und habe auch gegen häufige und/oder explizite Sexszenen nichts einzuwenden. ABER sie müssen vor dem Hintergrund einer wenigstens halbwegs spannenden und glaubhaften Story stehen und Charaktere beinhalten, die sich nicht wie triebgesteuerte Stereotypen verhalten. Mit Remy und Haley hat Syndey Croft jedoch exakt das produziert, was es schon tausendfach gibt: glatte, schöne Figuren, die unglaublich sexy sind, ein paar Probleme in ihrer Kindheit hatten und eigentlich Außenseiter sind - aber als sie sich treffen wird alles auf einmal anders.

Es kann ja sein, dass Haley Remy auf Anhieb so unwiderstehlich findet, dass sie sofort mit ihm schlafen muss bzw. seine Annäherungsversuche einfach nicht abwehren kann. Ständig sagt sie sich "Nein, nein das darf ich nicht, er wird mir doch nur wehtun", aber trotzdem lässt sie sich brav die Klamotten vom Leib reißen. All ihre innerliche Zurückhaltung wird Lügen gestraft durch ihr plötzlich freizügiges und sexhungriges Verhalten. Nach nur wenigen Stunden wälzen sich die beiden Hauptcharaktere mitten in einem lebensgefährlichen Sturm im Schlamm und haben weltbesten Sex. Wer das jetzt als stilistischen Ausrutscher der Autorin abtun will, wird leider auf den folgenden Seiten enttäuscht: Remy und Haley können nicht viel mehr miteinander anfangen als sich gegenseitig auszuziehen. Jeder Ansatz einer Diskussion oder einer Story überhaupt wird von Sexszenen ertränkt. Und da das mit nur einem Paar schnell langweilig wird, nimmt Syndney Croft parallel noch ein anderes - Creed und Annika - die spiegelbildlich die exakt gleiche Geschichte erleben. Sie können sich ja üüüüberhaupt nicht leiden und landen aber trotzdem ruck zuck im Bett. Also gibt es ab dem ersten Drittel dann häufige Szenenwechsel, so lange, bis wieder eine Sexszene alles auflöst, dann sind die anderen wieder dran. Im Grunde genommen hätte die Hintergrundstory ganz interessant ausfallen können: die ACRO Agentur mit paranormal begabten Agenten und eine weitere, skrupellosere Version namens Itor buhlen um die besten Kandidaten, und somit auch um Remy. Da hätte man Remys außergewöhnliche Fähigkeiten besser begründen, genauer ausmalen und fantasievoller präsentieren können. So wird das ganze als lästige Erbkrankheit abgetan und hinzu kommt auch noch ein lächerlicher Fluch/Wunsch, der sich in einem Tattoo äußert, welches auf einmal haargenau gleich bei Remy und Haley auftaucht - sehr kreativ.

Wenn jetzt die Liebesszenen sehr erotisch und abwechslungsreich wären, könnte man ja über die ärmliche Story hinwegsehen und sagen: ok, man kann nicht alles haben. Aber genau auch in diesem Bereich kann die Autorin nur auf bereits bekannte Wendungen und Situationen zurückgreifen und wiederholt sich einfach immer wieder. Sie lässt ihre Figuren trotz sämtlicher Außenwirkungen oder Konflikten Hirn-aus-Sex haben und nach dem fünften Mal spätestens ist man als Leser einfach nur gelangweilt.

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